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Integration und besondere Massnahmen IBEM
Schulhausstrasse 20
3672 Oberdiessbach
 
 

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Logopädie unterstützt Kinder und Jugendliche der Volksschule, die eine Störung der Kommunikationsfähigkeit, der gesprochenen oder geschriebenen Sprache oder der Stimme haben. Mihilfe von Prävention, Abklärungen, Beratungen und Therapien fördern wir die schulische und soziale Integration und Leistungsfähigkeit dieser Kinder.

Beispiel 1
Im Kindergarten fällt der Kindergärtnerin ein Kind auf, das undeutlich spricht und darum von ihr und den anderen Kindern schlecht verstanden wird, was öfters zu Unmut und Frust beim Kind selbst führt. Darum bespricht die Kindergärtnerin dies mit den Eltern. Diese sind einverstanden mit einer logopädischen Abklärung. Nach dieser Abklärung empfiehlt die Logopädin eine Therapie, womit die Eltern einverstanden sind. Ein halbes Jahr nach Therapiebeginn hat sich die Aussprache des Kindes bereits deutlich verbessert, so dass man es nun viel besser versteht.

Beispiel 2

Die Eltern machen sich Sorgen, weil ihr Kind in den Kindergarten eingetreten ist, den R und den SCH aber immer noch nicht aussprechen kann. Sie melden sich darum bei der Kindergärtnerin. Diese empfiehlt ihnen eine logopädische Abklärung. Nach dieser Abklärung berät die Logopädin die Eltern und kann sie beruhigen: Die Laute R und SCH werden oft erst spät erworben. Wenn ein Kind diese im 1. Kindergartenjahr noch nicht beherrscht, seine Sprache (Wortschatz, Satzbau, sich mitteilen können) soweit aber gut ist, ist eine logopädische Therapie noch nicht nötig. Man darf dem Kind weiter Zeit lassen in seiner Sprachentwicklung. Erst im Verlauf des 2. Kindergartenjahres wird mit einer Therapie begonnen, falls die Laute R und SCH bis dahin immer noch nicht gebildet werden können.

 

 

Beispiel 3
Ein Schüler hat mit dem Schriftspracherwerb immer mehr Mühe. Er ist unterdessen Ende 2. Klasse und kann kurze Texte nur sehr mühsam und stockend lesen. Ebenso fällt ihm das Schreiben schwer, gelingt nur langsam und mit auffallend vielen Fehlern. Der Schüler leidet und verliert mehr und mehr jede Freude am Lesen und Schreiben. Auch die Eltern leiden und sind ratlos. Sie melden sich darum bei der Lehrperson. Diese empfiehlt eine Abklärung bei der Logopädin. Die Ergebnisse der Abklärung zeigen klar:es liegt eine LRS vor (Lese-Rechtschreib-Schwäche, früher „Legasthenie“ genannt). Die Logopädin schlägt eine logopädische Therapie vor, in welcher der Schüler einmal wöchentlich (meist in 2er-Gruppe) seine Fertigkeiten in Lesen/Schreiben trainiert.
1 Jahr später: Der Schüler hat deutliche Fortschritte gemacht und ist wieder motivierter im Fach Deutsch. Das Lesen und Schreiben gelingt zwar nach wie vor nicht leicht und mühelos; der Schüler verfügt unterdessen jedoch über Strategien, die ihm helfen, Lese-und Schreibaufgaben geduldiger und aufmerksamer anzugehen.

Beispiel 4
Ein Kind im Kindergarten spricht vorwiegend in Hauptsätzen. Wenn es einen Nebensatz bildet, verwendet es das Hilfsverb „tuet“ oder, selten, verdreht es die Reihenfolge der Wörter. Zum Beispiel sagt es: I gsehne Hung, wo tuet schlafe. Hie isch es Meiteli, wo het e rote Pullover. Die Kindergärtnerin bespricht ihre Beobachtungen mit den Eltern und kommt mit ihnen über ein, die Logopädin beizuziehen.
Die Logopädin macht im Kindergarten mit dem Kind eine Kurzabklärung und auf ihre Empfehlung hin und mit dem Einverständnis der Eltern besucht das Kind wöchentlich die logopädische Therapie. Nach einem halben Jahr hat das Kind gelernt, wie man Nebensätze bildet, denkt spontan aber noch nicht immer an die richtige Wortfolge.